Kirche San Salvatore al Monte

Kirche San Salvatore al Monte

Via del Monte alle Croci, 12. (Öffnen Sie die Karte)

Beschreibung

Die Kirche San Salvatore al Monte liegt auf dem Hügel hinter der Piazzale Michelangelo, dem Monte alle Croci, knapp unterhalb von San Miniato. Es ist eine einschiffige Franziskanerkirche, schlicht und streng, zwischen Zypressen.

Die Fassade ist fast kahl: heller Putz, ein Portal und Fenster mit Giebeln. Il Cronaca, der Architekt, der die Kirche zwischen 1499 und 1504 neu errichtete, ließ entlang des ganzen Schiffs runde und dreieckige Giebel abwechseln: eine Idee, die später Vasari bei den Uffizien aufgriff.

Im Inneren wirkt alles elegant nüchtern: Der helle Putz lässt die dorischen Pilaster aus Pietraforte hervortreten, und das Dach ist ein offener Dachstuhl. Zu beiden Seiten des Schiffs öffnen sich je fünf Kapellen, und im Boden sind alte Grabplatten erhalten.

In der zweiten Kapelle links steht die Kreuzabnahme aus mehrfarbig glasierter Terrakotta von Giovanni della Robbia. Auf dem Hochaltar steht ein hölzernes Kruzifix eines Meisters aus dem Umkreis von Andrea Ferrucci, und die Glasfenster werden Perugino zugeschrieben.

Rechts vom Presbyterium öffnet sich die Cappella dei Nerli mit Tonnengewölbe und einer Tafel aus dem 16. Jahrhundert: Madonna auf dem Thron mit Heiligen und Engeln. Daneben das Grabmal für Marcello Adriani von 1526.

Michelangelo mochte diese Gegend und diese Kirche sehr und nannte sie „meine schöne Bauernmagd“.

Mit ihr verbindet sich eine Geschichte wie aus einem Roman. In der Nacht des 8. April 1498 hatte die Glocke von San Marco gewagt zu läuten, um vor der Verhaftung Savonarolas zu warnen. Tanai Nerli, sein Feind, ließ sie in einer Prozession nach San Salvatore bringen und peitschte sie auf dem ganzen Weg.

Seitdem hat sie nie wieder geläutet. Im 20. Jahrhundert landete sie unverändert im Hof des Museo di Firenze, und erst in den 2000er-Jahren kehrte sie ins Museo di San Marco zurück. Adriani, in der Nachbarkapelle, unterschrieb das Todesurteil Savonarolas selbst.

Das Kloster war ein Ort der Einkehr: Hier lebte auch der heilige Bernhardin von Siena, und zwei Jahrhunderte später brach von hier der heilige Leonhard von Porto Maurizio auf, um den Kreuzweg zu verbreiten, der dem Monte alle Croci seinen Namen gibt.

1665 zogen die Brüder nach Ognissanti und nahmen viele Ausstattungsstücke mit, darunter die Kutte des heiligen Franziskus.