Beschreibung
Der Dom von Florenz, die Kathedrale Santa Maria del Fiore, ist das Wahrzeichen der Stadt: eine große Kirche aus mehrfarbigem Marmor, die mit der Kuppel Brunelleschis das Zentrum überragt, der größten gemauerten Kuppel, die je gebaut wurde.
Als sie im 15. Jahrhundert vollendet wurde, war sie die größte Kirche der Welt. Sie fasst bis zu dreißigtausend Menschen und steht auf den Fundamenten von Santa Reparata, der alten Kathedrale, an einem Ort, an dem schon in römischer Zeit gebetet wurde.
Die Kuppel ist der Grund, weshalb fast alle kommen. Wer hinaufsteigt, sieht die Fresken aus nächster Nähe und erreicht die Aussichtsterrasse am Fuß der Laterne, 91 Meter über dem Boden, mit Florenz zu Füßen.
Innen ist die Kuppel vom Jüngsten Gericht bedeckt, das Vasari und Zuccari zwischen 1572 und 1579 malten: 3600 Quadratmeter, die größte jemals geschaffene Freskenfläche. An der Innenseite der Fassade hängt die Uhr von Paolo Uccello, die noch immer die Stunden nach italienischer Art anzeigt.
Unter dem Boden steigt man hinab zu den Ausgrabungen von Santa Reparata: Reste römischer Häuser, ein frühchristlicher Fußboden und die Ruinen der alten Kathedrale. Am Eingang zur Treppe liegt Brunelleschis Grab.
Die Fassade dagegen ist jung: von 1887, im neugotischen Stil. Die mittelalterliche blieb unvollendet und wurde 1587 abgerissen, um einer moderneren Platz zu machen, die nie gebaut wurde.
Die Bauarbeiten hatten 1296 unter Arnolfo di Cambio begonnen. Nach Giotto und anderen Baumeistern klaffte ein riesiges Loch im Dach: 43 Meter Leere, die ein halbes Jahrhundert lang niemand zu überdecken wusste.
1418 schrieb die Stadt einen Wettbewerb aus, und Brunelleschi erfand zwei Schalen, eine in der anderen, errichtet ohne die üblichen Holzgerüste, mit Ziegeln im Fischgrätenverband und eigens konstruierten Kränen. 1436 weihte Papst Eugen IV. die Kirche.
Der Dom hat auch Blut gesehen. 1478 töteten die Attentäter der Pazzi-Verschwörung während der Messe Giuliano de' Medici. Sein Bruder Lorenzo, der spätere Il Magnifico, rettete sich, indem er sich in der Sakristei verbarrikadierte.
Nicht verpassen
• Der Aufstieg auf die Kuppel.
• Das Jüngste Gericht von Vasari und Zuccari.
• Die Uhr von Paolo Uccello.
• Die Ausgrabungen von Santa Reparata.
Schon gewusst?
• Michelangelo lehnte den Umgang der Kuppel ab: Er sehe aus wie „ein Käfig für Grillen“. Deshalb wurde nur eine Seite fertiggestellt.
• 1475 brachte der Astronom Toscanelli in der Laterne eine Bronzeplatte mit einem etwa 4 Zentimeter großen Loch an: Sie wirft ein Bild der Sonne auf den Boden und diente dazu, die Sonnenwende zu bestimmen.
• Die goldene Kugel an der Spitze stürzte zweimal herab, zuletzt bei einem Sturm im Jahr 1600.
Als sie im 15. Jahrhundert vollendet wurde, war sie die größte Kirche der Welt. Sie fasst bis zu dreißigtausend Menschen und steht auf den Fundamenten von Santa Reparata, der alten Kathedrale, an einem Ort, an dem schon in römischer Zeit gebetet wurde.
Die Kuppel ist der Grund, weshalb fast alle kommen. Wer hinaufsteigt, sieht die Fresken aus nächster Nähe und erreicht die Aussichtsterrasse am Fuß der Laterne, 91 Meter über dem Boden, mit Florenz zu Füßen.
Innen ist die Kuppel vom Jüngsten Gericht bedeckt, das Vasari und Zuccari zwischen 1572 und 1579 malten: 3600 Quadratmeter, die größte jemals geschaffene Freskenfläche. An der Innenseite der Fassade hängt die Uhr von Paolo Uccello, die noch immer die Stunden nach italienischer Art anzeigt.
Unter dem Boden steigt man hinab zu den Ausgrabungen von Santa Reparata: Reste römischer Häuser, ein frühchristlicher Fußboden und die Ruinen der alten Kathedrale. Am Eingang zur Treppe liegt Brunelleschis Grab.
Die Fassade dagegen ist jung: von 1887, im neugotischen Stil. Die mittelalterliche blieb unvollendet und wurde 1587 abgerissen, um einer moderneren Platz zu machen, die nie gebaut wurde.
Die Bauarbeiten hatten 1296 unter Arnolfo di Cambio begonnen. Nach Giotto und anderen Baumeistern klaffte ein riesiges Loch im Dach: 43 Meter Leere, die ein halbes Jahrhundert lang niemand zu überdecken wusste.
1418 schrieb die Stadt einen Wettbewerb aus, und Brunelleschi erfand zwei Schalen, eine in der anderen, errichtet ohne die üblichen Holzgerüste, mit Ziegeln im Fischgrätenverband und eigens konstruierten Kränen. 1436 weihte Papst Eugen IV. die Kirche.
Der Dom hat auch Blut gesehen. 1478 töteten die Attentäter der Pazzi-Verschwörung während der Messe Giuliano de' Medici. Sein Bruder Lorenzo, der spätere Il Magnifico, rettete sich, indem er sich in der Sakristei verbarrikadierte.
Nicht verpassen
• Der Aufstieg auf die Kuppel.
• Das Jüngste Gericht von Vasari und Zuccari.
• Die Uhr von Paolo Uccello.
• Die Ausgrabungen von Santa Reparata.
Schon gewusst?
• Michelangelo lehnte den Umgang der Kuppel ab: Er sehe aus wie „ein Käfig für Grillen“. Deshalb wurde nur eine Seite fertiggestellt.
• 1475 brachte der Astronom Toscanelli in der Laterne eine Bronzeplatte mit einem etwa 4 Zentimeter großen Loch an: Sie wirft ein Bild der Sonne auf den Boden und diente dazu, die Sonnenwende zu bestimmen.
• Die goldene Kugel an der Spitze stürzte zweimal herab, zuletzt bei einem Sturm im Jahr 1600.